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Donnerstag, 25.08. 2016

Gertrud-Eysoldt-Ring 2015 für Charly Hübner

 Rückblick: Verleihung am 19. März 2016 im Parktheater / Gala im Bürgerhaus

Im vollbesetzten Parktheater in Bensheim wurde der Gertrud-Eysoldt-Ring an den Schauspieler Charly Hübner überreicht. Hübner gehört zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses Hamburg und wurde für seine Rollen in „Onkel Wanja“und „Schuld und Sühne“ ausgezeichnet. „Er prägt durch seine künstlerische Authentizität, seinen immer gegenwärtigen Bezug zu unserer Realität und seine spielerische Virtuosität die Arbeit des größten deutschen Sprechtheaters“,heißt es in der Begründung der Jury. Und weiter: „Charly Hübner ist ein Schauspieler, der nahe beim Publikum ist, ohne sich anzubiedern. Er muss auf der Bühne nicht um Kenntlichkeit ringen, denn seine Individualität, seine Haltung zur Welt und zur Kunst bleibt stets kenntlich, ohne die Rollen ins allzu Subjektive oder gar Privatistische zu führen. Daraus erwächst eine spielerische Gelassenheit, die uns ihm gerne zuschauen lässt.“

Für Akademie-Präsident Hermann Beil ist die Ehrung Charly Hübners eine „wunderbare Entscheidung und eine ideale Wahl für einen sehr starken Schauspieler“. Dem Fernsehpublikum ist Hübner durch seine zahlreichen Film- und Fernsehrollen bekannt, unter anderem in „Das Leben der Anderen“, „Bornholmer Straße“, Tatort und Polizeiruf 110. „Charly Hübner führt die ehrenwerte Reihe der Eysoldt-Preisträger fort, wir freuen uns sehr, ihnen den Ring verleihen zu dürfen", sagte Bensheims Bürgermeister Rolf Richter.

Der Gertrud-Eysoldt-Ring gilt als einer der bedeutendsten Theaterpreise im deutschsprachigen Raum und wird von der Stadt Bensheim auf Vorschlag der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste seit 1986 jährlich in Bensheim vergeben.

Mit der Vergabe des „Gertrud-Eysoldt-Ringes“, einem mit 10.000 Euro dotierten Ehrenring, würdigt die Stadt Bensheim eine schauspielerische Leistung an einer deutschsprachigen Bühne. Erste Preisträgerin war Doris Schade, ihr folgten große Schauspielerinnen und Schauspieler, wie beispielsweise Klaus Maria Brandauer, Cornelia Froboess, Corinna Harfouch, Nina Hoss, Ulrich Mühe, Ulrich Matthes und Tobias Moretti. Der „Gertrud-Eysoldt-Ring“ geht auf ein Vermächtnis des Journalisten und Theaterkritikers Wilhelm Ringelband zurück, der bis zu seinem Tod in Bensheim lebte und in seinem Testament einen Schauspielerpreis mit dem Namen von Gertrud Eysoldt verfügte.

Der Kurt-Hübner-Regiepreis, der ebenfalls am Samstag verliehen wurde, ging an Gernot Grünewald für das Stück „Ankommen“ am Hamburger Thalia-Theater.

 

 

 

 

Gertrud-Eysoldt-Ring 2014 für Wolfram Koch und Samuel Finzi

Rückblick: Verleihung am 21. März 2015 im Parktheater / Gala im Bürgerhaus

Sie sind „eines der vertrautesten, verzweifeltsten und urkomischsten Theaterpaare des letzten Jahrzehnts“, so die Jury über Samuel Finzi und Wolfram Koch. Bei der Preisverleihung im vollbesetzten Parktheater war dem Publikum nach dem Auftritt der beiden Preisträger klar, was die Jury mit ihrem Urteil ausdrücken wollte: Sympathisch und bestens gelaunt präsentierten sich Koch und Finzi in Bensheim – ein echtes „Traumpaar“!

Finzi und Koch hatten die Jury mit ihrer Leistung in „Warten auf Godot“ überzeugt. Eine Koproduktion des Deutschen Theaters Berlin mit den Ruhrfestspielen in Recklinghausen.

Wolfram Koch und Samuel Finzi

Samuel Finzi wurde 1966 im bulgarischen Plovdiv geboren. Er studierte Schauspiel an der staatlichen Theater- und Filmakademie Sofia und spielt seit Anfang der 1990er Jahre in Deutschland. Seit 2006 ist er unter anderem am Deutschen Theater in Berlin. Außerdem arbeitete an den Schauspielhäusern in Düsseldorf, Köln, Bochum und Zürich, am Thalia Theater in Hamburg, am Schauspiel Frankfurt und am Burgtheater in Wien. Seit Til Schweigers Kinofilm „Kokowääh“ hat Samuel Finzi eine große Bekanntheit erlangt. Als ZDF-Ermittler Flemming feierte er große Erfolge.

Wolfram Koch, geboren 1962 in Paris, gab sein Filmdebüt bereits als 13-Jähriger in der Verfilmung von Heinrich Bölls „Ansichten eines Clowns". Später studierte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und erhielt Engagements an zahlreichen Theatern: Der vielbeschäftigte Schauspieler spielte bereits auf der Bühne in Frankfurt, dem Wiener Burgtheater oder im Deutschen Theater in Berlin.1995 wurde er festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum. Seit seinem Ausscheiden im Jahr 2000 arbeitet er als freier Schauspieler. Wolfram Koch ist als Tatort-Kommissar im Einsatz.

Kurt-Hübner-Regiepreis für Julia Wissert

Der mit 5.000 Euro dotierte Preis für junge Regisseure wird seit 1991 vergeben. Mentor und Laudator Prof. Professor Klaus Völker bescheinigte Wissert „ein feines Gespür für authentische Figuren und eine präzise auf den Raum abgestimmte Schauspielerführung“. Julia Wissert sei keine Regisseurin, die mit dem Mainstream schwimmt und vor den Möglichkeiten der Neuen Medien in die Knie geht. „Sie schöpft aus dem Fundus des Theaters und vereint Talent mit Handwerk, Bildung und Menschenkenntnis.“

Glanzvolle Gala im Bürgerhaus

Elegant und stilvoll ging es bei der Eysoldt-Gala zu: Sternekoch Martin Scharff vom Restaurant im Heidelberger Schloss zog alle kulinarischen Register und lieferte mit seinem „Flying Dinner“ einen wahren Gaumenschmaus. Ob Dorade auf Safran Risoni, Poularden-Saltimbocca mit Balsamicosoße oder die süßen Desserts: Scharff traf den Geschmack der Gäste.

An den Wänden hingen die Porträts der bisherigen Ringträger, an den Tischen standen kommunikative Galafans und auf der Bühne präsentierte sich eine bestens aufgelegte Band. Auch die Preisträger ließen sich von der guten Laune anstecken und feierten gemeinsam mit allen Gästen einen rundum gelungenen Abend.

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Gertrud-Eysoldt-Ring 2013 ging an Steven Scharf für einen beeindruckenden „Judas"

Rückblick: Verleihung am 22. März 2014 im Parktheater / Gala im Bürgerhaus

„Um diesen Schauspieler wird man in den nächsten Jahren nicht herumkommen“ leitet in der Kuratoriumssitzung der Ringelbandstiftung im Sitzungssaal des Rathauses Juryvorsitzender  Frank Baumbauer die Entscheidung für den Eysoldtpreis 2013 ein. Der Münchner Kammerspieler Steven Scharf wird am 22. März im Parktheater den Gertrud-Eysoldt-Ring erhalten und damit für seine herausragende Darstellung als „Judas“ in dem gleichnamigen Einpersonenstück von Lot Vekeman an den Münchner Kammerspielen ausgezeichnet.

„Scharfs bestechende Qualität in dieser Rolle ist seine unmittelbare Präsenz und seine gewinnende Eindringlichkeit, mit einfachsten Worten, authentisch und glaubwürdig, diesen von allen gehassten Judas als Menschen darzustellen, der mit dem Judaskuss einen doch wohl verzeihbaren Fehler begangen hat“, heißt es in der Begründung der Jury. In einem furiosen Monolog des Verräters Judas, nackt und mit dem Rücken zum Publikum, versuche Scharf in einer „selbstinszenierten Show“ das Verständnis für seine Tat zu erlangen.

Dass der 1975 in Thüringen geborene Schauspieler mit seiner Rolle als „Judas“, aber auch in Jelineks „Die Strasse. Die Stadt. Der Überfall“ und in einer Adaption von Houellebecqs „Plattform“ in diesem Jahr herausragende Leistungen gezeigt hat, bestätigt auch die Kritikerumfrage des Jahres 2013, die ihn zum Schauspieler des Jahres gewählt hat. Davon hatte sich die Jury nicht beeinflussen lassen, vielmehr erkannte auch sie die besondere schauspielerische Präsenz von Steven Scharf in dieser Theater-Saison.

Hermann Beil, Präsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, begrüßte die Entscheidung, die zeige, dass ganz im Sinne von Gertrud Eysoldt die künstlerische Leistung und nicht der Bekanntheitsgrad eines Schauspielers im Vordergrund stehe. Zu Beginn der Kuratoriumssitzung hatte Beil noch die Grüße der Eysoldt-Preisträgerin des vergangenen Jahres, Contanze Becker, übermittelt. Sie habe in Berlin den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ als beste Schauspielerin erhalten. Dass damit ihre Rolle als „Medea“ gewürdigt wurde, sei auch Zeichen dafür, wie richtig die  Entscheidung der Eysoldtpreis-Jury war.

Die Verleihung des Eysoldt-Preises 2013 ging am 22. März 2014 im Parktheater Bensheim über die Bühne. Den Kurt Hübner-Regiepreis 2013 erhielt an diesem Abend Daniela Löffner für ihre Inszenierungen „Der Sturm“ am Staatstheater Braunschweig und „Kinder der Sonne“ am Schauspielhaus Zürich erhalten. Wie Juror Klaus Völker ausführte, stehe die 32-jährige Regisseurin, die keine Regieschule besucht habe sondern als Assistentin angefangen habe, nicht unter dem Zwang, Theater neu erfinden zu müssen. Ihre Radikalität beschränke sich auf die Lust, Stücken eine szenische Form zu geben und Schauspieler optimal ins Spiel zu bringen.

Daniela Löffner hat ihre Theaterlaufbahn am Theater ihrer Heimatstadt Freiburg und in Düsseldorf bei Jürgen Gosch als Regieassistentin begonnen. Es folgten erste Regieaufgaben am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Schauspielhaus Zürich. Seit 2011 ist sie Hausregisseurin am Staatstheater Braunschweig, inszeniert aber auch in Zürich, am Münchner Residenztheater und am Deutschen Theater in Berlin.

Der Gertrud-Eysoldt-Ring gilt als einer der bedeutendsten Theaterpreise im deutschsprachigen Raum und wird seit 1986 jährlich im März in Bensheim vergeben. Mit der Vergabe des „Gertrud-Eysoldt-Ringes“, einem mit 10 000 Euro dotierten Ehrenring, würdigt die Stadt eine schauspielerische Leistung an einer deutschsprachigen Bühne. Erste Preisträgerin war Doris Schade im Jahre 1986 und ihr folgten in den vergangenen Jahren große Schauspielerinnen und Schauspieler, wie beispielsweise Cornelia Froboes, Corinna Harfouch, Nina Hoss, Hans-Michael Rehberg, Ulrich Mühe, Ulrich Matthes, Tobias Moretti, Klaus Maria Brandauer oder zuletzt Constanze Becker.

Der „Gertrud-Eysoldt-Ring“ geht auf ein Vermächtnis des Journalisten und Theaterkritikers Wilhelm Ringelband zurück, der bis zu seinem Tod in Bensheim lebte und in seinem Testament einen Schauspielerpreis mit dem Namen von Gertrud Eysoldt verfügte. Der Schauspielerin war Ringelband über viele Jahre durch einen regen Briefwechsel verbunden.

Vergeben wird der Ring, der dem Preisträger tatsächlich angesteckt wird, auf Vorschlag der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

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Gertrud-Eysoldt-Ring 2012 ging an Constanze Becker

Rückblick: Festakt am 16. März 2013

„Es scheint so als hätte diese Medea von Euripides auf Constanze Becker gewartet“, begründet Juryvorsitzender  Frank Baumbauer die Entscheidung für die Eysoldtpreisträgerin 2012, die am 16. März 2013 in Bensheim geehrt wurde. Mit der Rolle, für die die 1978 in Lübeck geborene Schauspielerin den Gertrud-Eysoldt-Ring erhalten hat, steht sie derzeit auf der Bühne im Frankfurter Schauspiel. Im vollbesetzten Parktheater verfolgten die Zuschauer die kurzweilige Preisverleihung und feierten anschließend bei der Gala im Bürgerhaus.

Constanze Becker habe nichts Kokettes und sie sei auch keine Heroin, sondern eine junge, moderne Frau, die in sich ruht und für große dramatische Rollen prädestiniert sei, führte Baumbauer aus. Die Jury sei von der starken Persönlichkeit dieser jungen Schauspielerin, die in der FAZ als „furienvernünftig“ beschrieben wurde, sehr beeindruckt. Insofern „war es in diesem Jahr eine leichte Entscheidung“, so der Juryvorsitzende.  

Constanze Becker absolvierte ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin, spielte in Leipzig, Düsseldorf und von 2006 bis 2009 am Deutschen Theater Berlin. Seit 2009 gehört die Schauspielerin zum Ensemble am Schauspiel Frankfurt.

Im Fernsehen war Constanze Becker unter anderem in dem Dokumentarfilm „Die Spielwütigen“, in dem Fernsehfilm „Ein spätes Mädchen“ und in dem TV-Thriller „Lidas Fluch“ zu sehen.

Die Entscheidung für den mit dem Eysoldt-Preis verbundenen Kurt-Hübner-Regiepreis fiel auf Rudolf Frey aus Salzburg. Der 29-jährige Regisseur bekam den Preis für seine Inszenierungen „Geschichten aus dem Wienerwald“ am Schauspielhaus Salzburg und „Die Csárdásfürstin“ am  Südthüringischen Staatstheater Meiningen.

Bei der Matinee im Parkhotel Krone einen Tag nach der Verleihung , zeigten sich die beidne Preisträger im Gespräch mit Hermann Beil, Präsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

Der Gertrud-Eysoldt-Ring ist der bedeutendste Theaterpreis im deutschsprachigen Raum und wird seit 1986 jährlich im März in Bensheim vergeben. Mit der Vergabe des „Gertrud-Eysoldt-Ringes“, einem mit 10 000 Euro dotierten Ehrenring, würdigt die Stadt eine schauspielerische Leistung an einer deutschsprachigen Bühne. Erste Preisträgerin war Doris Schade im Jahre 1986 und ihr folgten in den vergangenen 25 Jahren große Schauspielerinnen und Schauspieler, wie beispielsweise Cornelia Froboes, Corinna Harfouch, Nina Hoss, Hans-Michael Rehberg, Ulrich Mühe, Ulrich Matthes, Tobias Moretti, Klaus Maria Brandauer, Barbara Nüsse oder Kersten Dene.

Über die Vergabe des Preises entscheidet eine dreiköpfige Jury, die sich in diesem Jahr aus dem Juryvorsitzenden Frank Baumbauer und den beiden Co-Juroren Barbara Mundel (Intendantin Theater Freiburg) und Matthias Lilienthal (Künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Hebbel am Ufer in Berlin) zusammensetzt.

Neben dem „Gertrud-Eysoldt-Ring“ wird seit 1991 zusätzlich der mit 5000 Euro dotierter Förderpreis für eine junge Regiearbeit – der Kurt-Hübner-Regiepreis - vergeben.

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Gertrud-Eysoldt-Ring 2011 ging an Nicholas Ofczarek

Rückblick: Verleihung am 24. März 2012

Der Gertrud-Eysoldt-Ring für eine herausragende schauspielerische Leistung im Theater ging an Nicholas Ofczarek. Auf Vorschlag der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste hat der österreichische Schauspieler den mit 10.000 Euro dotierten Eysoldt-Ring der Stadt Bensheim erhalten.

Der 40-jährige Ofczarek, Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater, sei ein Schauspieler, "von dem man nicht den Blick abwenden kann, wenn er auf der Bühne ist", so die Stadt die Jury. Mit dem Eysoldt-Ring waren bereits Tobias Moretti (2005), Klaus Maria Brandauer (2008) und Kirsten Dene (2010) geehrt worden.

Der Eysoldt-Ring wird seit 1986 jährlich vergeben. Er ist nach der Schauspielerin Gertrud Eysoldt (1870-1955) benannt und wird durch das Erbe des in Bensheim gestorbenen Theaterkritikers Wilhelm Ringelband finanziert. Unter den bisherigen Preisträgern sind Cornelia Froboess, Corinna Harfouch und Nina Hoss.

Die Entscheidung für den mit dem Eysoldt-Preis verbundenen Kurt-Hübner-Regiepreis fiel auf Antú Romero Nunes (geb. 1983 in Tübingen) für seine Inszenierung von „Rocco und seine Brüder“ am Maxim Gorki Theater in Berlin. Die nach dem gleichnamigen Filmstoff von Luchino Visconti von dem 28-jährigen Regie-Absolventen der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ inszenierte Aufführung hatte im Mai 2011 Premiere.

Nach der Verleihung lud die Stadt Bensheim wieder zur festlichen Gala ein.

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Gertrud-Eysoldt-Ring 2010 für Kirsten Dene und Alexander Khuon

Rückblick auf die Verleihung im Jahr 2011 

Am 12. März 2011 wurde zum 25. Mal der Gertrud-Eysoldt-Ring verliehen. An diesem Tag war Bensheim wieder der Mittelpunkt des deutschen Theaters.

Mit einer Jubiläumswoche hat die Stadt Bensheim die 25. Verleihung des bedeutendsten Theaterpreises im deutschsprachigen Raum gefeiert.

Den Anfang machte ein „Abend der Akademie“ mit dem Besuch der früheren Eysoldt-Ringträgerin Barbara Nüsse. Nüsse trug mit Hermann Beil, Präsident der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, den Briefwechsel zwischen Gertrud Eysoldt und Hugo von Hofmannthal vor.

Die Verleihung des Eysoldt-Ringes fand im Parktheater statt. Anlässlich des Jubiläums erhielten in diesem Jahr mit Kirsten Dene und Alexander Khuon gleich zwei Schauspieler die begehrte Auszeichnung. Den Kurt-Hübner-Preis erhielt der Autor und Regisseur Kevin Rittberger. ZDF-Nachrichtenfrau Petra Gerster moderierte die Verleihung.
Bei der anschließenden Gala im Bürgerhaus wurde die 25. Verleihung des Eysoldt-Ringes gefeiert. Sternekoch Alfons Schuhbeck tischte ein abwechslungsreiches Buffet auf.
Mit einer Matinee am Sonntag im Parkhotel Krone endete das Festwochenende. Die Jubiläumswoche aber ging weiter mit verschiedenen Veranstaltungen im Bürgerhaus und Parktheater.

Mit dem bedeutendsten Theaterpreis im deutschsprachigen Raum wurden die Schauspielerin Kirsten Dene und der Schauspieler Alexander Khuon ausgezeichnet.
Die in der Kuratoriums-Sitzung der Ringelband-Stiftung der Stadt Bensheim von Peter Iden von der Akademie der Darstellenden Künste und ständiges Mitglied der Jury bekannt gegebene Entscheidung bezieht sich bei Kirsten Dene (1949) sowohl auf die Lebensleistung als auch auf ihre herausragende Leistung in zwei aktuell laufenden Aufführungen. An der Schaubühne Berlin ist sie in der Rolle der Gunhild in Ibsens „John Gabriel Borkmann" (Regie: Thomas Ostermeier, 2008) zu sehen und am Burgtheater in Wien in der Rolle der Violet Weston in Tracy Letts „Eine Familie" (Regie: Alvis Harmanis, 2009).

Mit Alexander Khuon  (1979) wurde ein Schauspieler der jüngeren Generation ausgezeichnet, der auf der Theaterbühne immer wieder eine starke Präsenz gezeigt hat. Mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring wird vor allem seine „vorzügliche" Leistung in der Rolle des Schriftstellers Trigorin in Tschechows Stück „Die Möwe" gewürdigt, das derzeit im Berliner Deutschen Theater zu sehen ist. 

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Die Ringträger im Überblick

  • 2015: Charly Hübner
  • 2014: Samuel Finzi und Wolfram Koch
  • 2013: Steven Scharf
  • 2012: Constanze Becker
  • 2011: Nicholas Ofczarek
  • 2010: Kirsten Dene, Alexander Khuon
  • 2009: Barbara Nüsse
  • 2008: Klaus Maria Brandauer
  • 2007: Ernst Stötzner
  • 2006: Nina Hoss
  • 2005: Tobias Moretti
  • 2004: Ulrich Matthes
  • 2003: Dörte Lyssewski
  • 2002: Michael Maertens
  • 2001: Judith Engel
  • 2000: Angela Winkler
  • 1999: Hans-Michael Rehberg
  • 1998: Jutta Lampe
  • 1997: Josef Bierbichler
  • 1996: Corinna Harfouch
  • 1995: Martin Wuttke
  • 1994: Christa Berndl
  • 1993: Jürgen Holtz
  • 1992: Rolf Boysen
  • 1991: Ulrich Mühe
  • 1990: Cornelia Froboess
  • 1989: Hans Christian Rudolph
  • 1988: Edith Clever
  • 1987: Gert Voss
  • 1986: Doris Schade