Stadtkultur Bensheim: Stadtkultur Bensheim
Museum
MUSEUM

Führungen

Allgemeine Führung

Modell des Rinnentorturms

Dauer: 1 Stunde
Veranstaltungsort: Museum Bensheim

Seit  mehr als 100 Jahren besteht das Museum in Bensheim; 100 wechselvolle Jahre: Umzüge, Kriegsschäden und Plünderung – nichts blieb dem Bensheimer Museum erspart, bis es vor 50 Jahren im Lorscher Klosterhof am Marktplatz eine sichere Bleibe fand. Auf 630 qm widmet sich das Museum der Stadtgeschichte, aber auch der Geschichte der Region Bergstraße. Die Führung beginnt mit Funden aus der Ur- und Frühgeschichte und zeigt die Entwicklung vom mittelalterlichen Dorf mit Marktplatz und Kirche zur modernen Stadt. Themen wir Industrialisierung, die beiden Weltkriege und die Integration der Flüchtlinge werden genauso vorgestellt, wie der International bedeutende Eysoldt-Preis, der jährlich in Bensheim verliehen wird. Gerne gehen wir bei dieser allgemeinen Führung auf Ihre Interessensschwerpunkte ein!

Topographie der Endphaseverbrechen

Links das "alte Wasserwerk" am nordwestlichen Kirchberghang, rechts der neue Hochbehälter östlich der Dürerstraße im Bau

Buchbar als Lehrerfortbildung sowie für Schulklassen ab der Jahrgangsstufe 9
Dauer: 1,5–2 Stunden
Veranstaltungsort: Treffpunkt Amtsgericht Bensheim,
dann Rundgang über den Brunnenweg um den Kirchberg

Die Schwerpunktführung beschäftigt sich insbesondere mit Ereignissen, die sich während der letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges in Bensheim abspielten und exemplarisch für die sogenannten „Endphaseverbrechen“ stehen.

Am 24. März 1945 wurde durch die Gestapo ein bewaffnetes Kommando zusammengestellt, welches 14 Inhaftierte aus dem Bensheimer Gefängnis hinrichten sollte. Den Gefangenen wurde die Verlegung in eine andere Haftanstalt vorgespielt.

Auf dem Weg, über welchen die Gefangenen zum geplanten Erschießungsstandort auf dem Kirchberg getrieben wurden, soll an mehreren Stationen über die Ereignisse an jenem Märzabend berichtet werden – beispielsweise vom gescheiterten Fluchtversuch einer jungen Frau und eines Russen – aber auch von der Gerichtsverhandlung der Mörder nach dem Ende des Krieges.

Auf dem Weg zum Kirchberg werden zwei weitere Tatorte beschrieben: Im Garten des Gestapogebäudes wurden am selben Abend zwei amerikanische Fliegerpiloten exekutiert und am Brunnenweg unterhalb des Kirchberges drei junge deutsche Soldaten öffentlich wegen „Fahnenflucht“ erschossen.

Leo Grewenig: Ein Schüler am Weimarer Bauhaus

Plastik aus Furnierholzstäben, 1924, Übung aus dem Vorkurs Moholy-Nagy (Original verschollen, Nachbildung von Heinz Frassine 2008)

Buchbar als Lehrerfortbildung sowie für Schulklassen ab der
Jahrgangsstufe 10
Dauer: 1,5–2 Stunden
Veranstaltungsort: Museum Bensheim

Leo Grewenig, 1898 in Heusweiler im Saarland geboren, studierte nach seiner Malerausbildung im elterlichen Betrieb an der Kunstakademie in Kassel bei Kay Nebel. Die akademischen Disziplinen befriedigten ihn jedoch wenig und auf der Suche nach der eigenen künstlerischen Identität schrieb er sich 1924 am Staatlichen Bauhaus in Weimar ein. Er besuchte die Kurse von Laszlo Moholy-Nagy und Josef Albers sowie später die von Wassily Kandinsky und Paul Klee. Letzterer hatte besonderes Verständnis für Leo Grewenig und war von dessen gegenständlichen, zunächst naiv anmutenden Bildern angetan. Klee ermunterte ihn, diesen eigenen Stil, welcher der Bauhauslehre scheinbar trotzte, fortzusetzen.

Durch das NS-Regime bedingt, musste Leo Grewenig seine erfolgreiche Karriere unterbrechen und löste sich nach dem Krieg von der gegenständlichen Malerei los.

Die Fortbildung beschäftigt sich mit dem Bauhaus allgemein, dem Lebensweg des Bauhausschülers und seiner abstrakten Malerei nach dem Krieg, welche zum größten Teil in seinem Bensheimer Atelier entstand.


Kosten

Allg. Führung

Erwachsene EUR 35,00   Schüler EUR 25,00

Schwerpunktführung

Erwachsene EUR 70,00   Schüler EUR 50,00