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Freitag, 18.05. 2012

Bruno Müller-Linow

Maler - Zeichner - Grafiker



Bruno Müller-Linow wurde 1909 im pommerschen Pasewalk geboren und verbrachte seine Jugend in Berlin, wo er ab 1927 auch bildende Kunst und Kunstpädagogik studierte. Es folgten Ausstellungen und Ausstellungsteilnahmen, Max Liebermann und Ludwig Justi erwarben seine Bilder. Ab 1931 war er Mitglied der Münchner Sezession und wurde 1936 Dozent an der Hochschule für Lehrerbildung in Lauenburg, wo er Karl Schmitt-Rottluff kennenlernte, welcher ihn künstlerisch sehr beeindruckte.

Das Stipendium der Villa Massimo schützt ihn vorübergehend vor dem Kriegsdienst. Nach Gefangenschaft und Vertreibung der Familie aus Pommern, was auch mit dem Verlust aller Bilder einherging, arbeitete er als Lehrer an der Braunschweiger Werkkunstschule. 1956 folgte der Ruf als Professor für Zeichnen, Malen und Grafik an der Technischen Universität in Darmstadt, wo er auch nach seiner Emeritierung bis 1988 lebte. Schließlich zog Bruno Müller-Linow nach Hochscheid im Hunsrück, wo er 1997 verstarb. Er hinterlässt ein opulentes Werk, bestehend aus Gemälden, Aquarellen und Grafiken. 1999 widmete ihm die Darmstädter Kunsthalle eine Retrospektive. Die Ausstellung im Museum Bensheim widmet sich seinen künstlerischen Schwerpunkten – der Malerei in Öl und Aquarell, Zeichnungen und der Kaltnadelradierung. Es handelt sich um eine Kooperation mit der Buchhandlung und Galerie Böhler, Marktplatz 6, Bensheim. Die Ausstellung ist bis zum 10. Juni 2012 zu sehen.