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EVENTMANAGEMENT BENSHEIM

Hans-Werner Meinberg

Heldengeschichten

Das Nibelungenlied, Mitte des 18. Jahrhunderts wiederentdeckt, mit Homers Illias gleichgesetzt und zum Nationalepos der Deutschen erhoben, zählt zu den herausragenden Beispielen
der europäischen Heldenepik. Heldentum und Untergangsvisionen (die auch Realität wurden),
die Nibelungentreue, wurden im 19.Jahrhundert wie später auch im Nationalsozialismus beschworen und missbraucht. Fritz Lang und seine Ehefrau Thea von Harbou (Drehbuch) haben diesen Stoff 1924 in einem 2-teiligen Stummfilm verarbeitet.

Die Auseinandersetzung mit deutschen Erinnerungsorten sowie die Beschäftigung mit frühen Stummfilmklassikern führte Meinberg zu den Filmstills aus Fritz Langs Nibelungenfilmen, die
Horst von Harbou der Bruder der Drehbuchautorin fotografierte. Die Nibelungen sind in unserer Region heute noch präsent, Straßen- und Schulnamen, Siegfriedquellen!, das nahe Worms usw. geben Zeugnis davon, auch touristisch wird unsere Region als „Nibelungenland“ vermarktet.

Die Ausstellung in Bensheim zeigt großformatige Gemälde, Mischtechniken und Druckgrafiken, in denen Szenen aus den Filmen zitiert und verarbeitet werden. Hans-Werner Meinberg studierte an der staatlichen Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe bei Prof.Wilhelm Loth in der Bildhauerklasse und an der TU Karlsruhe u.a. bei Prof. KlausLankheit Kunstgeschichte. Er war bis 2015 an verschiedenen Gymnasien in Südhessen und von 1995–2001 am Collegio offical Alemàn Las Palmas de GranCanaria, als Kunstpädagoge tätig.

Die Ausstellung wird am 02. Februar um 11:30 Uhr im Sonderausstellungsraum des Museums eröffnet.

Begrüßung: Bürgermeister Rolf Richter

Einführung: Erich Henrich, Kunstpädagoge

Hans-Werner Meinberg wird anwesend sein