Jahresprogramm 2022

Wir freuen, uns Ihnen auch im Jahr 2022 wieder ein vielseitiges Ausstellungsprogramm bieten zu können.

Kelten Land Hessen – Die Kelten an der Bergstraße
Foto: ©Museum Bensheim

Vernissage am 17.07.2022 11:30 Uhr

Ausstellungszeitraum: 17.07.–08.01.2023

Raum: Kabinett

Erstmals erwähnt der griechische Geschichtsschreiber Herodot im 5. Jahrhundert vor Christus das kriegerische Volk der Kelten. Sie hatten sich über ganz Europa und Kleinasien – von den Pyrenäen bis nach Anatolien – ausgebreitet, um 390 v. Chr. Rom geplündert und später Beutezüge bis nach Athen und Delphi unternommen.
Auch in Südhessen und an der Bergstraße hat diese rätselhafte Kultur ihre Spuren hinterlassen. Erstmals wurden aus dieser Region die Relikte der Kelten aus Siedlungen, Gräberfeldern und Kultplätzen zusammengetragen: Objekte des bäuerlichen Alltags, Schmuck und Gefäßbeigaben, aber auch Kultgegenstände und Sonderbares.
Es werden seltene, bemalte Tongefäße aus einer Opfergrube aus Auerbach, Grabbeigaben aus keltischen Friedhöfen in Biblis und Bensheim und ein menschengestaltiger Anhänger aus Lampertheim gezeigt. Aber auch schlichte Keramikscherben und Spinnwirtel aus Abfallgruben haben spannende Hintergründe: Sie stammen aus bisher unbekannten Höhensiedlungen aus Heppenheim oder Seeheim-Jugenheim.
Rätselhaft erscheint das Highlight der Ausstellung: ein menschlicher Schädel aus Einhausen, der anscheinend vom Körper abgetrennt und auf eine Stange gespießt worden war.

 

MAMMA MIA AMORE MIO – Inga Kerber, Corinne von Lebusa, Moritz Schleime

Vernissage am 11.11.2022 19:00 Uhr

Ausstellungszeitraum: 11.11.2022–15.01.2023

Raum: Forum

Leipzig trifft Berlin in Bensheim. Drei zeitgenössische Künstler*innen – drei Freund*innen zeigen ihre Arbeiten erstmals in einer gemeinschaftlich konzipierten Ausstellung. Dabei sind die einzelnen Positionen durchaus unterschiedlich. Corinne von Lebusa malt Szenenbilder – eingefrorene Momente, in denen Anfang und Ende offen sind. Ihre Welten haben kein Interpretationskorsett und fordern die Betrachtenden dazu auf, sich selbstständig den Inhalten der oftmals kleinen Formate zu nähern. Inga Kerber arbeitet analog in einer zunehmend digitaler werdenden Welt. Dabei bedient sie sich abgelaufener Fotofilme oder Textilien aus ehemaligen DDR-Beständen und schafft mit daraus entstandenen Einzelobjekten außergewöhnliche Raumkompositionen. Moritz Schleimes Malerei hat einen ihrer Ursprünge in der Jugendkultur der 1990er Jahre. Monster, Phantasiewesen, leuchtende Augen im Dschungel, genauso wie wartende und in sich gekehrte junge Frauen sind wiederkehrende Motive und verweisen unter anderem auf die frühen „Point and Click Adventuregames“ und großen Gefühle des „Coming of Age“. Drei einprägsame Künstler*innen, drei Freund*innen, drei Entdeckungen!

 

Copyright Bild: Corinne von Lebusa, Inga Kerber, Moritz Schleime

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