Stadtkultur Bensheim: Stadtkultur Bensheim
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Sonderausstellungen und andere Veranstaltungen 2019

Paul Kleinschmidt - Tingeltangel - Damen

Paul Kleinschmidt wird in den 1920er und 1930er in einem Atemzug mit Otto Dix und Max Beckmann genannt. Seine opulenten Ölbilder und buntfarbigen Gouachen werden damals in den wichtigsten Museen ausgestellt. Nur wenig später werden sie jedoch von den Nationalsozialisten als entartet diffamiert und abgehängt. Krieg, Verfolgung und die Zerstörung seines Ateliers in Bensheim sind die Gründe, weshalb sich nur wenige Arbeiten aus den letzten Lebensjahren von Paul Kleinschmidt erhalten haben. Die hier präsentierte Sammlung von unbekannten Zeichnungen aus dem Nachlass des Künstlers stellt daher einen einzigartigen kunsthistorischen Schatz dar.

Das Museum Bensheim nimmt die Stiftung von 37 Tusche- und Bleistiftzeichungen aus dem Nachlass Paul Kleinschmidts durch dessen Enkel Dr. Jean-Claude Salzmann zum Anlass für eine Ausstellung im 70. Todesjahr des renommierten Malers. Die bislang nie gezeigten Zeichnungen werden um Grafiken und vier üppig farbige Gouachen aus dem Bestand des Museums Bensheim ergänzt. Der Großteil dieser Werke sind Darstellungen aus Bars, Cafés und Nachtclubs sowie Szenen aus dem Backstagebereich von Zirkus und Varieté. In der Garderobe vor dem Auftritt ziehen sich füllige Frauen aus und um, schnüren Mieder und Lackstiefel.

Begleitet wird die Ausstellung von einem Katalog mit Abbildungen aller Werke der Ausstellung und einem Text des Kunsthistorikers Dr. Tilman Treusch.

 

Vernissage: 25. August um 11:30 Uhr

Begrüßung: Rolf Richter, Bürgermeister

Einführung: Dr. Tilman Treusch, Kunsthistoriker

Der Katalog, erschienen im Hirmer Verlag, kann hier vorbestellt werden:

www.hirmerverlag.de/de/titel-87-2/paul_kleinschmidt-1984/

Der Bensheimer Fotoschatz – Frühe Daguerreotypien von Johann Wilhelm Debus

Der Bensheimer Fotoschatz – Frühe Daguerreotypien von Johann Wilhelm Debus

 

24.11.2019 – 19.01.2020


 

Im Jahr 2017 erwarb das Museum Bensheim mit Unterstützung vieler Patenschaften

einen besonderen Bilderschatz: Die 22 Daguerreotypien von Johann Wilhelm Debus aus der Zeit zwischen 1842 – 1853 sind ein einmaliges Dokument aus den Anfängen der Fotografie. Denn jedes Foto ist ein Unikat und lässt sich nicht reproduzieren.

 

Debus experimentierte bereits früh als Amateur-Daguerreotypist. Dafür nutzte er die Aufenthalte in seinem Landhaus in Schönberg. Es waren vor allem Personen aus seinem persönlichen Umfeld, die er im Bild festhielt, wie seine Tante Friedericke Daum oder den Gärtner mit seinem Essenstopf. Dabei fallen die abgebildeten Personen durch eine, für die Mitte des 19. Jahrhunderts ungewohnte Natürlichkeit auf, denn sie verharren nicht in einer starren Pose, wie das bei Fotografien in der damaligen Zeit üblich war.

 

Durch Leihgaben aus dem Physikalischen Kabinett des Hessischen Landesmuseums Darmstadt und Objekte aus dem Nachlass des Fürstenhauses Erbach-Schönberg wird das 19. Jahrhundert in Südhessen illustriert und die Biografie des frühen Fotografen dargestellt.

 

 

 

Vernissage:

Freitag, den 24. November2019

um 11.30 Uhr


 

Begrüßung

Rolf Richter

 Bürgermeister Bensheim

 

Einführung

Prof. Dr. Claude W. Sui

Leiter Forum Internationale Fotografie

Reiss-Engelhorn-Museen

Jan Tichy - Weight of light


In Kooperation mit der Galerie Kornfeld

Jan Tichy – Weight of Light

15.11.2019 – 12.01.2020

 

Jan Tichy ist ein zeitgenössischer Künstler, der an der Schnittstelle von Video, Skulptur, Architektur und Fotografie arbeitet. Seine konzeptuellen Werke sind sozial und politisch engagiert.

 

Er studierte Kunst in Israel und erhielt dann seinen Master of Fine Arts an der School of the Art Institute of Chicago, wo er heute eine Professur im Department of Photography und

Department of Art & Technology Studies hält. Bis heute findet Jan Tichys intensive Auseinandersetzung mit dem ungarischen Künstler, Bauhauslehrer und Visionär László Moholy-Nagy ihren künstlerischen Niederschlag in Werken, die sich der Methoden bedient, die Moholy-Nagy und die Avantgardisten am Bauhaus entwickelten und die von Tichy in die Jetztzeit transformiert werden.

 

Das gilt auch für die Arbeiten unserer Ausstellung: eine Videoprojektion, eine Lichtinstallation und eine Reihe von Photogrammen verdanken sich der intensiven Beschäftigung mit den Ideen des Bauhaus und sind durch Leben und Werk, aber auch von der Flucht und Vertreibung von László Moholy-Nagy und Lucia Moholy angeregt. Die gezeigten unikate Photogramme wurden eigens für diese Ausstellung angefertigt.

 

 

Begrüßung

Rolf Richter, Bürgermeister Bensheim

 

Einführung

Jan Tichy