Stadtkultur Bensheim: Stadtkultur Bensheim
Parktheater
Parktheater Bensheim

Aktuell Stand 13.03.2020: Die Veranstaltungen im Rahmen der Woche junger Schauspielerinnen und Schauspieler wurden wegen des Coronavirus abgesagt!

 

 

 

 

 

Mittwoch, 04. März, 19.00 Uhr:
AUFTAKTVERANSTALTUNG

Dagmar Borrmann, Marlene Schäfer und Michael Letmathe stellen im Gespräch mit den Akteuren das Programm vor.
Parallel wird die Ausstellung „25 Jahre Woche junger Schauspielerinnen und Schauspieler“ in Bensheim gezeigt.

Anschließend ca. 20.15 Uhr:

Ein Einblick in die Schauspielausbildung heute
/ Gespräch und Szenen
Prof. Dr. Dagmar Borrmann erläutert gemeinsam mit Absolvent*innen der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt Aspekte der Ausbildung. Präsentation von Monologen und Szenen aus dem Abschlussprogramm der Absolvent*innen.

Ort: Gertrud-Eysoldt-Foyer, Parktheater Bensheim

EINTRITT FREI!

Malade oder woanders ist auch noch

Montag, 09. März, 19.30 Uhr - Einführung 19.00 Uhr

Malade oder woanders ist auch noch

von Rebekka David, Frieder Langenberger, Mario Lopatta

unter Verwendung von Texten von u.a. Virginie Despentes, Felicia Zeller und Heiner Müller

Mit Frieder Langenberger, Mario Lopatta

Regie: Rebekka David

Bühne: Albert Gitschthaler

Kostüme: Friederike Wörner

Dramaturgie

Ensemble

Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (künstlerische Diplomarbeit)

Dauer: 80 Minuten, keine Pause

 

 "Am schwersten ist es aufzuhören, bevor es blutig wird. Nicht, dass ich keine Lust dazu hätte... aber man kann ja nicht alles haben!"  „La Haine“, Mathieu Kassovitz

Woher kommt die aktuelle Wut auf den Status Quo? Wie wird sie in zivilisierter Form unterdrückt und wo tritt sie zutage? Ausgehend von diesen Fragen bedient sich die Inszenierung unterschiedlicher Perspektiven, um zu untersuchen, ob Wut eine Krankheit ist, die uns aufhält, oder vielleicht genau das, was uns antreibt. Sind wir zu krank, um die Verhältnisse verändern zu können oder ist die Krankheit der Welt so stark, dass uns keine andere Möglichkeit bleibt, als ohne Obdach in einem Park zu enden - zufrieden darüber, sich endlich außerhalb der Gesellschaft zu befinden, jedoch niemals als Korrektiv innerhalb des Systems?

Im Hinblick auf das zunehmende Verbarrikadieren hinter immer extremeren Ansichten macht sich „MALADE oder woanders ist auch noch“ auf die Suche nach einer Reaktion – helfen hier noch Kompromisse oder kann Veränderung nur dann stattfinden, wenn wir selbst ausgehend von radikalen Standpunkten handeln? Oder ist Rebellion schlichtweg Teilnahme und nichts zu tun die äußerste Gewalt?

Für ihre Abschlussarbeit haben die beiden Absolventen der Kunstuniversität Graz gemeinsam mit der Regisseurin Rebekka David das Konzept dieses Stücks entwickelt. Hierarchie, Vereinzelung, Ausschluss und fehlende Solidarität bilden den Boden für die Wut, die täglich mehr Raum einnimmt und hier auf der Bühne in Erscheinung tritt. Mit einer Arbeitsweise, die gleichberechtigt und nicht hierarchisch funktioniert, ohne dabei die Kompetenzfelder Regie und Schauspiel aufzugeben, haben die drei versucht, dem auch strukturell etwas entgegen zu setzen.

Infos zu Karten und Preise finden Sie hier

 

 

Besiegt am Feld des Lebens

©Fabian Hammerl

Sonntag, 15. März, 19.30 Uhr (Einführung 19.00 Uhr)

Besiegt am Feld des Lebens

Eine psychedelische Revue nach Daniil Charms

 Hochschule für Musik und Theater Hamburg

 in Kooperation mit dem Thalia Theater

Mit   Miguel Jachmann, Rosa Lembeck, Paula Weber, Fabian Dämmich, Gustavs Edvards Gailus, Maximilian Kurth, Magdalena Lermer, Leonie Stäblein

Regie   Jörg Pohl

Bühne und Kostüme   Lena Schön, Helen Stein

Musik   Matthias Stötzel

Bewegung   Catharina Lühr

Dramaturgie   Matthias Günther

Dauer   80 Minuten, keine Pause

 

„Wir sind besiegt am Feld des Lebens.
Und jede Hoffnung ist vergebens.
Zu Ende ist der Traum vom Glück –
allein das Elend bleibt zurück.“

Daniil Harms

 

Gleich wird jemand an die Tür klopfen und laut rufen: „Öffnen Sie!“. Man könnte sich aufs Bett werfen und die Ohren zu halten. Es hilft nichts. Die Tür geht auf. Wer tritt ein? Sind es Polizisten? Sind es Ganoven? Sie sind jedenfalls zu Späßen und Schlägen bereit und ein Drama nimmt seinen Lauf. Es schreitet durch Lach- und Schmerzräume in eine Welt, in der das Banale und das Grausame dicht beisammen liegen. In der einem Mann der Arm abgerissen wird und eine Frau einen Hammer aus ihrem Mund zieht und sich jeder fragt: „Wohin schauen, wem vertrauen?“

Mit Schauspielstudierenden der Theaterakademie erforscht Regisseur und Thalia-Schauspieler Jörg Pohl die merkwürdigen Zwischenfälle, Agitprop-Verse und Theaterminiaturen, die der sowjetrussische Avantgardist Daniil Charms (1905 – 1942) dem Wahnsinn des Alltags abgelauscht hat und auf die Rückseite von Kassenzetteln notierte.

„Alles ist sehr genau gearbeitet ohne dabei Spontaneität und Spielfreude zu lähmen. Und nie rutscht die Groteske in Klamauk ab.“

„Regisseur Pohl gewährt jedem Darsteller seinen großen Auftritt. Neben dem großen Talent Paula Weber ragen Fabian Dämmich und die unvergleichlich komische Rosa Lembeck [...] heraus. Aber auch Miguel Jachmann, Maximilian Kurth, Gustavs Edvards Gailus und Leonie Stäblein, sowie Magdalena Lermer machen ihre Sache gut. Ein Abend der Entdeckungen.“

Annette Stiekele, Hamburger Abendblatt, 27.05.2019

 Infos zu Karten und Preise finden Sie hier

 

 

Antigone

©David Baltzer

 Donnerstag, 19. März, 19.30 Uhr - Einführung: 19.00 Uhr

Antigone

von Sophokles

Rap und Spoken-Word-Texte von

Aylin Celik und Uğur Kepenek aka Busy Beast

Düsseldorfer Schauspielhaus – Junges Schauspiel

Mit   Selin Dörtkardeş, Natalie Hanslik, Noëmi Krausz, Eduard Lind, Jonathan Gyles

Chor   Aylin Celik, Uğur Kepenek, Jonathan Gyles

Regie   Liesbeth Coltof

Bühne   Guus van Geffen

Kostüm   Martina Lebert

Musik   Matts Johan Leenders, Philipp Alfons Heitmann

Chortexte   Aylin Celik, Uğur Kepenek

Tanz   Selin Dörtkardeş

Licht   Manuel Migdalek

Dramaturgie   Kirstin Hess

Dauer   90 Minuten, keine Pause


Antigone” ist die Geschichte einer jungen Frau, die sich dem Staat und seinen Gesetzen widersetzt. Die sich für Gerechtigkeit und die Unantastbarkeit der Menschenwürde einsetzt. Die für Mitleid kämpft und Politik herausfordert. Und die damit einen schrecklichen Konflikt heraufbeschwört, der sie und andere am Ende umbringt.

2500 Jahre alt ist diese „Antigone” und dennoch erscheint sie als eine moderne Figur von heute. 2500 Jahre alt ist auch die Frage, wie das Volk, die Bürger*innen, sich zur Demokratie verhalten: Welche Haltung nimmst du ein, wenn es um Zivilcourage geht? Kämpfst du mit Antigone oder hältst du dich raus wie ihre Schwester Ismene? Antigone zeigt, dass eine Minderheit nicht machtlos ist. Gerade weil sie sich nicht der Mehrheit anpasst, wird sie unwiderstehlich. „Nicht zu hassen, zu lieben bin ich da”, ist Antigones Leitspruch. Sie fordert das Aushandeln von Entscheidungen ein. Sie zeigt, wie die, die in der Demokratie nicht gehört werden, sich Gehör verschaffen können.

Die preisgekrönte niederländische Regisseurin Liesbeth Coltof inszeniert die Geschichte der beiden Schwestern als großes Drama auf einer Showbühne. Der Chor wird von Düsseldorfer Rapper*innen gegeben. Das antike Drama trifft auf Texte und Rhythmen einer urbanen Straßenkultur.

 „Unglaublich mitreißend. Selin Dörtkardeş in der Titelrolle steht von Beginn an unter Hochspannung. Das Menschenrecht, ein großes Wort, ist ganz ihr Ding.“

Rheinische Post, 10.11.2019

„Ein wegweisender Theaterabend. Stehende Ovationen und Bravo-Rufe. Kluge Regie von Liesbeth Coltof. Rap und Spoken Word-Texte von Aylin Celik und Uğur Kepenek aka Busy Beast begleiten die Gedankenflüge auf ihrer Reise.“

Neue Rhein Zeitung, 11.11.2019

 Dauer  90 Minuten, keine Pause 

Infos zu Karten und Preise finden Sie hier

Nach der Vorstellung um ca. 21.30 Uhr:
Bekanntgabe der Preisträger für den Günther-Rühle-Preis, des Publikums- und des Schülervotums

How to date a Feminist

© Felix Grünschloß

Sonntag, 22. März, 19.30 Uhr - Einführung: 19.00 Uhr

How to Date a Feminist

Komödie von Samantha Ellis

Badisches Staatstheater Karlsruhe

Mit   Tom Gramenz, Lucie Emons

Regie   Jennifer Regnet

Bühne   Anne Horny

Kostüme   Jamil Sumiri

Musikalische Leitung & Komposition   Felix Kusser

Dramaturgie   Nele Lindemann

Dauer   90 Minuten, keine Pause

 

Kate arbeitet als Journalistin bei einer Zeitung, ist selbstbewusst, witzig und weiß, wo sie beruflich steht. Doch die eigentliche Emanzipation steht ihr noch bevor. Allein bei ihrem Vater aufgewachsen, hat sie gelernt, Männern zu gefallen, fürsorglich, „perfekt“ zu sein. Und dabei nie darüber nachgedacht, was sie selbst eigentlich will. Steve wiederum wurde stark durch seine feministische Mutter geprägt, die als Aktivistin in einem Frauenfriedenscamp gegen den Atomkrieg kämpfte; Steve ist Feminist.

Kate und Steve lernen sich auf einer Kostümparty kennen. Obwohl die beiden so unterschiedlich sozialisiert sind, verlieben sie sich Hals über Kopf ineinander. Doch ihr Versuch miteinander die Ehe einzugehen, scheitert bereits 90 Minuten nach der Trauung. Zwei starre Weltanschauungen treffen aufeinander und ringen um Berechtigung.

Die Inszenierung von Jennifer Regnet folgt dem Vorschlag der Autorin, dass die sechs Figuren des Stückes von zwei Schauspieler*innen gespielt werden. In einem furiosen Schlagabtausch, zwischen Wortgefecht, Rollen- und Kostümwechseln, befreien sich die Figuren von allen Zuschreibung, überwinden ihre Prägungen. Scherze und Spott über das Aussehen von Frauen und über die „netten“ Verhaltensweisen von Männern, die keine richtigen Männer sind, werden als Klischees karikiert und entlarvt. Losgelöst von der Debatte um den Feminismus ist „How to Date a Feminist“ ein Beispiel dafür, wie es uns gelingen kann, durch die Schubkraft der Liebe über uns selbst hinauszuwachsen.

Infos zu Karten und Preise finden Sie hier


Liebe / Eine argumentative Übung

©Hans Jörg Michel

Dienstag, 31. März 2020, 19.30 Uhr
Einführung: 19.00 Uhr
Liebe / Eine argumentative Übung
von Sivan Ben Yishai
Nationaltheater Mannheim

Mit   Tala Al-Deen, Rocco Brück, Almut Henkel, Ragna Pitoll, Sarah Zastrau

Regie & Bühne   Jakob Weiss

Kostüme   Elena Gaus

Licht   Björn Klaassen

Dramaturgie   Sascha Hargesheimer,

Mitarbeit Ouldooz Pirniya

Dauer   110 Minuten, keine Pause

 

Popeye liebt Spinat, Tätowierungen und Olivia Öl. Das neue Stück von Sivan Ben Yishai macht den Comic-Mythos zur Kulisse eines Beziehungsdramas – und die weibliche Nebenrolle zur Hauptfigur: Aus ihrer Perspektive erzählt sie die intime Geschichte eines Liebespaares, dessen feministisch aufgeklärtes Weltbild viele blinde Flecken hat. Auf virtuose und höchst komische Weise macht Sivan Ben Yishai das Private zum Politischen. Die beiden Comicfiguren werden zur Reflexionsfläche für Jedermann und Jedefrau.

„Alles in allem eine überaus gelungene Uraufführung. Ein echter Wort- und Sinnenrausch. Eine innovative, kunstvolle und rasante Sprache, die Tabus offensiv angeht. Super Schauspieler. Facettenreichtum der Perspektiven. Tolles Timing. Pointen in Serie. - Begeisterter Applaus.”

Rhein-Neckar-Zeitung, 28.09.2019

„Hier handelt es sich um ein Sprachexerzitium. Die Schauspieler sind großartig: Sie machen das vom Flüstern bis zum aggressiven Acting toll […].”

Deutschlandfunk Kultur, 26.09.2019

Infos zu Karten und Preise finden Sie hier

Nach der Vorstellung um ca. 22.00 Uhr:
Bekanntgabe der Preisträger für den Günther-Rühle-Preis, des Publikums- und des Schülervotums