Stadtkultur Bensheim: Stadtkultur Bensheim
Parktheater
Parktheater Bensheim

Malade oder woanders ist auch noch - Woche junger Schauspielerinnen und Schauspieler

09. März 2020 19:30 Uhr

Veranstalter: Stadtkultur Bensheim
Veranstaltungsort: Parktheater

Einführung in das Stück: 19.00 Uhr

von Rebekka David, Frieder Langenberger, Mario Lopatta

unter Verwendung von Texten von u.a. Virginie Despentes, Felicia Zeller und Heiner Müller

Mit Frieder Langenberger, Mario Lopatta

Regie: Rebekka David

Bühne: Albert Gitschthaler

Kostüme: Friederike Wörner

Dramaturgie

Ensemble

Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (künstlerische Diplomarbeit)

Dauer: 80 Minuten, keine Pause 

 "Am schwersten ist es aufzuhören, bevor es blutig wird. Nicht, dass ich keine Lust dazu hätte... aber man kann ja nicht alles haben!"  „La Haine“, Mathieu Kassovitz

Woher kommt die aktuelle Wut auf den Status Quo? Wie wird sie in zivilisierter Form unterdrückt und wo tritt sie zutage? Ausgehend von diesen Fragen bedient sich die Inszenierung unterschiedlicher Perspektiven, um zu untersuchen, ob Wut eine Krankheit ist, die uns aufhält, oder vielleicht genau das, was uns antreibt. Sind wir zu krank, um die Verhältnisse verändern zu können oder ist die Krankheit der Welt so stark, dass uns keine andere Möglichkeit bleibt, als ohne Obdach in einem Park zu enden - zufrieden darüber, sich endlich außerhalb der Gesellschaft zu befinden, jedoch niemals als Korrektiv innerhalb des Systems?

Im Hinblick auf das zunehmende Verbarrikadieren hinter immer extremeren Ansichten macht sich „MALADE oder woanders ist auch noch“ auf die Suche nach einer Reaktion – helfen hier noch Kompromisse oder kann Veränderung nur dann stattfinden, wenn wir selbst ausgehend von radikalen Standpunkten handeln? Oder ist Rebellion schlichtweg Teilnahme und nichts zu tun die äußerste Gewalt?

Für ihre Abschlussarbeit haben die beiden Absolventen der Kunstuniversität Graz gemeinsam mit der Regisseurin Rebekka David das Konzept dieses Stücks entwickelt. Hierarchie, Vereinzelung, Ausschluss und fehlende Solidarität bilden den Boden für die Wut, die täglich mehr Raum einnimmt und hier auf der Bühne in Erscheinung tritt. Mit einer Arbeitsweise, die gleichberechtigt und nicht hierarchisch funktioniert, ohne dabei die Kompetenzfelder Regie und Schauspiel aufzugeben, haben die drei versucht, dem auch strukturell etwas entgegen zu setzen.

Infos zu Karten und Preise finden Sie hier

©Rebekka David