Stadtkultur Bensheim: Stadtkultur Bensheim
Stadtbibliothek
Geschichte
  • Der Marktplatzbrunnen

    Er stammt aus dem Jahre 1895 und diente früher als Wasserstelle, Stadtmittelpunkt und Pferdetränke. Oben von dem Brunnen blickt St. Georg, der Stadt- und Kirchenpatron von Bensheim, auf den Marktplatz. Außerdem sind an dem Brunnen Kinderfiguren als Allegorien der vier Jahreszeiten zu sehen. Auf dem Marktplatz finden an Werktagen der Wochenmarkt und über das Jahr verteilt vier Jahrmärkte statt. Die 4 Jahrmärkte sind: der Sebastiansmarkt (Rosenmontag), der Georgsmarkt (April), der Ägidimarkt (September) und der Martinsmarkt (November). Im September während dem Winzerfest, das einwöchige Weinfest der Stadt Bensheim, verwandelt sich der Marktplatz in ein kleines „Weindorf“.

     
  • Fachwerkhäuser

    Fachwerkhäuser Marktplatz 16-18

    Rechts vom Brunnen wurden 1682 von wohlhabenden Bürger einheitlich aussehende Fachwerkhäuser zur Verschönerung des Marktplatzes gebaut.Die Bauherren waren der Stadttambour und Tüncher Cornelius Straub, der Barbier Friedrich Bock und der Bandweber Hans Schellhorn, wie man heute noch auf den Fachwerkhäusern lesen kann.
    Der Fachwerkeckbau wurde 1615 von Wilhelm Kurtz erbaut. Dies ist heute noch auf der Inschrifttafel mit zwei bürgerlichen Wappen am Erker des Hauses zu lesen.„Wer Gott vertraut, hat Wohl gebaut /Wilhelm Kurtz /Katarina S.E.H.F (seine eheliche Hausfrau)“.Das rote Wappen ist von Wilhelm Kurtz, das blaue das seiner Frau.

     
  • Das Museum

    Das historische Museum Bensheim wurde im Jahre 1909 eröffnet und ist das älteste Museum im Kreis Bergstraße. Es gibt hier eine Dauerausstellung auf drei Etagen verteilt, die wichtiges zur Stadt- und Regional Geschichte zeigt. Zusätzlich gibt es noch verschiedene Sonderausstellungen die Einblicke in ganz bestimmte historische Themenbereiche geben. Ein umfangreiches Museums - pädagogisches Programm mit Workshops und Führungen bietet Erlebnisse mit allen Sinnen.

    Öffnungszeiten:
    Donnerstag und Freitag 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr
    Samstag und Sonntag 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr
    Gruppen, Führungen und Workshops nach Vereinbarung. Hier geht es zum MUSEUM

  • Legende Sankt Georg

    Sankt Georg, der Drachentöter, ist der Schutzheilige der Stadt Bensheim und der katholischen Kirchengemeinde. Er krönt den Bensheimer Marktplatzbrunnen und die katholische Pfarrkirche wurde nach ihm benannt - Sankt Georgskirche. Es gibt eine Vielzahl von Legenden über Sankt Georg. Die bekannteste Legende um Georg findet sich in dem mittelalterlichen Band " Legenda aurea", darin heißt es: Einstmals wurde das Land von einem Drachen tyrannisiert, dem täglich zwei Schafe zur Besänftigung geopfert wurden. Als alle Schafe dahin waren, forderte der Drachen Menschenopfer. Das Los, welches das Opfer bestimmen sollte, fiel auf die Tochter des Königs. Sie sollte sich in ihrem Brautkleid opfern. Da griff Georg den Drachen mit einer Lanze an, verletzte ihn und führte ihn vor das Volk. Er versprach, das Untier zu töten, wenn sich alle von ihm taufen lassen würden. Als Volk und König damit einverstanden waren, tötete Georg den Drachen, woraufhin sich 15.000 Menschen taufen ließen. Dies alles soll sich in der palästinensischen Stadt Lydda-Diospolis zugetragen haben.Gedenktag an Sankt Georg ist der 23. April. Am Dienstag auf dieses oder nach diesem Datum findet in Bensheim der Georgimarkt statt. Diesen Markt gibt es in Bensheim schon seit über 500 Jahren.Auch das heutige Wappen, der Stadt Bensheim, zeigt vor einem roten Hintergrund reitet der heilige Georg in goldener Rüstung auf einem silbernen Pferd und bekämpft mit einer Lanze einen grünen Drachen.Das Wappen stammt aus dem Jahre 1929.

  • Katholische Pfarrkirche Sankt Georg

    Am höchsten Punkt der Altstadt steht die katholische Pfarrkirche St. Georg. Nach einem Bombenangriff am 26. März 1945 wurde sie vollständig zerstört und 1949 – 1953 wieder aufgebaut. In der Fassade findet man heute noch zwei Steinreste der mittelalterlichen Vorgängerkirche, nämlich ein Lamm mit Nimbus und Kreuzfahne sowie ein Löwendarstellung. Auch sind die vier Evangelisten in Form von Tieren dargestellt: Engel, Löwe, Stier und Adler (ELSA) stehen für die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lucas, Johannes.

  • Die "Fraa vun Bensem"

    Auf dem Platz bei der Stadtmühle steht als Brunnenfigur ein Denkmal, das an die Fraa vun Bensem erinnert. Das Denkmal mit der Tonfigur der Fraa vun Bensem wurde von dem Auerbacher Künstler Tilmann Zobel gestaltet.
    Die Fraa vun Bensem soll im Dreißigjährigen Krieg den bayrischen Truppen einen Geheimweg in die Stadt gezeigt haben, als diese am 2. Dezember 1644 in die Stadt eindrangen und die französischen und schwedischen Truppen, die Bensheim am 20. November 1644 erobert hatten, vertrieben.Erst später bildete sich die Sage der Fraa vun Bensem, worauf sich dann wiederum die erst um Mitte des 19. Jahrhunderts nachweisliche sprichwörtliche Redensart:“ Hinne rum, Hinne rum wie die Fraa vun Bensem“ bezieht. Offenbar geht diese aber auf den Bensheimern schon seit alter Zeit – nachweislich schon im Anfang des 16. Jahrhunderts – gemachten Vorwurf zurück, dass sie alle Zeit „hinne nach“ oder „hinne her“ das heißt „zu spät“ kamen.

     
  • Der rote Turm

    Der Rote Turm war früher ein Teil der Stadtbefestigung und wurde um 1300 erbaut. Seinen Namen erhielt er durch seinen roten Anstrich. Damals wurde der Turm mit roter Erdfarbe gestrichen. Vor über 100 Jahren diente er als Trinkwasserspeicher. Die Inschrifttafel an der Ostseite des Turms stammt vom 1836 abgerissenen Auerbacher Torturm.

     
  • Der Walderdorffer Hof

    Nach Ansicht der Fachleute ist der Walderdorffer Hof das älteste Fachwerkhaus im südhessischen Raum. Die Untersuchung der Jahresringe in dem verbauten Holzbalken ergaben das Baujahr 1395.Der Walderdorffer Hof war ursprünglich ein Bürgerhaus. Er wurde von seinem Besitzer Paul Guttes um 1580 an den Herrn von Walderdorff verkauft. Rund 50 Jahre später, um 1630, gehörte der Hof zum Besitz des Herrn von Gemmingen. Das Gebäude überstand 1644 die Wirren des Dreißigjährigen Krieges und wurde später an Bensheimer Bürger verkauft. In den Jahren 1975-1976 wurde der Walderdorffer Hof grundlegend saniert und zu einer Weinstube umgebaut. 

     
  • Die Kanonenkugel

    … findet ihr an der Stadtmauer in einem Hof an der Obergasse

  • Der Rinnentorturm

    Der Rinnentorturm wird häufig auch als „das Rinnentor“ bezeichnet. Er/Es ist ein so genanntes Kulturdenkmal. Der Rinnentorturm ist ein Rest der mittelalterlichen Stadtbefestigungsanlage, die im 13. und 14 .Jahrhundert zur Sicherung der Stadt Bensheim errichtet wurde. Das Rinnentor sollte den westlichen Abfluss der Lauter aus der Stadt heraus sichern. Die Lauter floss ursprünglich durch dieses Tor und wurde später in Richtung Norden verlegt. Ab dem Rinnentorturm wird die Lauter, die an der Neunkirchner Höhe entspringt, Winkelbach genannt.Der angrenzende Mohács-Platz wurde nach der ungarischen Partnerstadt benannt.

  • Die Mittelbrücke

    Die über die Lauter führende Mittelbrücke ist ein unter Denkmalschutz stehendes Kulturdenkmal in Bensheim. An der Stelle der heutigen Steinbrücke befand sich früher wahrscheinlich eine Zugbrücke aus Holz, die von Türmen gesichert war. Die Brücke war eine Verbindung zwischen der alten Bensheimer Kernstadt und der Bensheimer Vorstadt. Die Holzbrücke wurde am 29. September 1732 bei einem Hochwasser zerstört. Ein Jahr später begann der Neubau der Brücke nach Plänen des Ratsbaumeisters Johann Joseph Heckler. Auf der verlorenen gegangenen alten Inschrifttafel stand1733 IST DIE BRICK NEI GEMACHT WORTEN DAAHLEN BAUMEISTER JOSEF HECKLER“.Unterhalb des Textes waren zwei in Stein gehauene gekreuzte Palmzweige. Das Bensheimer Ehepaar Johann Georg und Maria Margaretha Ernsperger stiftete, nach dem Bau der neuen Brücke, die  noch heute vorhandenen zwei Brückenheiligen. 1740 wurde das Denkmal des Johannes von Nepomuk auf der westlichen Brückenseite errichtet, 1747 folgte die östliche Figur des Franz Xaver. Die drei Jahreszahlen sind in den Inschriften durch Chronogramme verschlüsselt. Die beiden Inschriften enthalten groß geschriebene römische Zahlezeichen, deren Summen angeben, in welchen Jahren das Unwetter war und wann die Denkmäler gesetzt wurden.

     

    MICaeLstag   MICL = 1151 
    Thät Vns VVohL   VVVL = 65
    VVeIssen   VVI =    11
    Den so grosen Vntergang   DV = 505

    1732


    DrVM Iohann   DVMI  = 1506
    VVIr aLLe preIsen   VVILLI = 112
    aCh steh beI   CI = 102
    In VVasserzVVang   IVVVV  = 21

    1740

  • Der Lammertsbrunnen

    Gestiftet von der ehemaligen Bensheimerin Frau Katharina Schober, geb. Schachner zum Andenken an Ihren Mann Josef Schober.