Stadtkultur Bensheim: Stadtkultur Bensheim
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Natur
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  • Die Quellen

    Im Hochmoor von Schannenbach bilden verschiedene kleine Quellen den Schliefenbach.
    Der Schliefenbach fließt mit starkem Gefälle durch eine Schlucht zum Tal.
    Am Schannenbacher Felsenmeer verschwindet das Wasser plötzlich und fließt unterirdisch weiter in das breite Tal. Wenn der Bach das Tal erreicht hat, heißt er Meerbach.
    Aus Seitentälern fließen noch andere Klingen dazu.
    Bei der Schreinerei Steinmann erreicht der Meerbach den Anfang des Dorfes Gronau.
    Er fließt durch den Ort, mal links mal rechts der Märkerwaldstraße.
    An der „Klausenmühle“ bekommt er starkes Gefälle und fließt hinter der „Dingeldeinsmühle“ entlang der Straße  Richtung Zell.

    Die Quellen
  • Der Meerbach

    Der Meerbach fließt durch ganz Gronau. Früher war der Boden ganz sauber. Es gab sehr viele Forellen und andere Fischarten. Wer am Bach wohnte, musste dafür sorgen, dass er alle 2 Wochen gründlich gesäubert wurde. Früher ist der Bach mind. 20 mal im Jahr übergelaufen. Dann waren jedes Mal die Keller der Häuser am Bach schlammig.

    Die Bauern nutzen die Bach früher auch zum Entsorgen ihrer Jauche, die Weinbauer wuschen ihre Gefäße in der Bach aus in denen die Spritzflüßigkeit gegen Ungeziefer eingefüllt waren. Später merkten sie, dass die Jauche und das Gift schuld daran waren, dass immer wieder tote Lebewesen in der Bach lagen.

    Der Meerbach
    Eva
    Der Meerbach
    Der Meerbach
     
  • Das Weinloch

    Zwischen Schönberg und Gronau führt der Höhenweg nach Knoden. Nahe bei diesem Weg, gleich hinter dem Schönberger Wald, liegt eine tiefe, mit Bäumen bestandene [DG] Schlucht, die im Volksmund „das Weinloch“ genannt wird. Damit hat es folgende Bewandtnis:

    Vorzeiten, als die Gronauer noch alljährlich den Zehntwein auf das Schloß in Schönberg liefern mußten, war ein besonders guter Herbst. Er brachte einen Wein, wie es seit Menschengedenken keinen mehr gegeben hatte. Von diesem edlen Tropfen dem Grafen von Schönberg auch nur einen Liter zu geben, schien den Gronauern eine Sünde, und sie überlegten, wie sie sich dieser verhaßten Abgabe entziehen könnten. Bald hatten sie eine Lösung gefunden. Sie füllten das große Zehntfaß mit gewöhnlichem Wasser, spannten die Ochsen vor den Wagen und fuhren es die Höhe hinauf Richtung Schönberg. Als sie auf dem Höhenweg am Rande der Schlucht angekommen waren, hielten sie das Fuhrwerk an und stürzten das gefüllte Fass in den Abgrund hinab, dass es zerschellte. Rasch eilte einer der Bauern nach Schönberg zum Grafen, um ihm zu melden, dass der Zehntwein durch einen Unglücksfall ausgelaufen sei. Der Graf war zwar von dieser Nachricht wenig erfreut, konnte aber an der Tatsache nichts mehr ändern. Auf diese Weise behielten die Bauern ihren guten Wein. Die Schlucht aber hieß von diesem Tage an das Weinloch.

    Entnommen aus „Sagen aus dem Kreis Bergstrasse“ von Richard Matthes

    Das Weinloch