Stadtkultur Bensheim: Stadtkultur Bensheim
Stadtkultur Bensheim
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Ellbogen - Woche junger Schauspieler 2018

20. März 2018 20:00 Uhr

Veranstalter: Stadtkultur Bensheim
Veranstaltungsort: Parktheater

Dienstag, 20. März, 20.00 Uhr  
Einführung 19.15 Uhr
Düsseldorfer Schauspielhaus
Ellbogen
Nach dem Roman von Fatma Aydemir

Der Alltag von Hazal (Deutschtürkin aus Berlin, fast volljährig) besteht aus Zeitabsitzen in der Bildungsmaßnahme, erfolglosem Bewerbungen schreiben, Streit und Verbitterung in der Familie und Kiffen mit ihren Freundinnen. Ihre Eltern sind nie wirklich in Deutschland angekommen, und auch sie hat hier keinen richtigen Platz. Von allen Seiten wird an ihr herumgezerrt. Respekt, Liebe und Glück findet sie nirgends. An ihrem 18. Geburtstag plant sie, mit ihrer Clique feiern zu gehen, obwohl die Mutter es verboten hat. Hazals Reaktion: »Hallo? Menschenrechte?« Die Mutter: »Ich scheiß auf deine Menschenrechte. Jetzt steh auf und hol mir einen Çay.« Schließlich lässt ihre Mutter Hazal doch gehen, und der Abend eskaliert. Und zwar so heftig, dass das Mädchen am Ende vor der Polizei aus Deutschland fliehen muss, nach Istanbul – in die Stadt, nach der sie sich immer gesehnt hat. Doch das echte Istanbul und das ihrer Vorstellung haben kaum etwas gemein. Rastlos jagt sie durch die Straßen, während der Himmel über der Türkei zusammenbricht. Aber vielleicht ist das Chaos, in das sie hineinstürzt, ihre einzige Möglichkeit, sich selbst zu finden.

Mit »Ellbogen« hat die 31-jährige Journalistin Fatma Aydemir, ein viel beachtetes Romandebüt vorgelegt. Eine knallharte, hochemotionale Geschichte über postmigrantische Verlorenheit, Gewalt, Schuld und das Erwachsenwerden in einer chaotischen Welt.

»Eine große schauspielerische Wucht.« Dorothea Marcus/Deutschlandfunk Kultur

Besetzung
Hazal: Cennet Rüya Voß
Elma/Hazalia: Lou Strenger Gül/Hazalia: Florenze Schüssler Ebru/Semra/Hazalia: Tabea Bettin

Regie Jan Gehler

Bühne Sabrina Rox

Kostüm Claudia Irro

Komposition Vredeber Albrecht

Dramaturgie Frederik Tidén

Dauer 120 Min, keine Pause

© Thomas Rabsch